100 Jahre

Pressebericht zur Auftaktveranstaltung am  01. April 2012

100 Jahre SV Eintracht Oppenhausen

Der Sportverein Eintracht Oppenhausen wurde am 01. April 1912 als Turnverein gegründet. 100 Jahre später lud der Verein seine Mitglieder ein, um dieses besondere Jubiläum zu feiern. Bei herrlichem Sonnenschein startete der historische Umzug durch das festlich geschmückte Dorf. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden, Mike Gipp, wurden verschiedene Stationen angelaufen. Werner Stoffel und Walter Bersch trugen hier und an den weiteren Stationen gekonnt vor, wie es sich damals wohl zugetragen haben mag. Beide konnten den mehr als 200 Mitgliedern, die sich eingefunden hatten, viele Anekdoten aus den vergangenen Jahren erzählen.
Im Jahre 1925 wurde für 450 Reichsmark die Vereinsfahne angeschafft. Damals wie heute führte die noch immer sehr gut erhaltene Fahne den Umzug durch Oppenhausen an.

Den Auftakt bildete das Gasthaus Tenne. Fast drei Jahrzehnte lang wurde in dem Saal Tischtennis gespielt. Über mehrere Generationen hinweg war dies der zentrale Austragungsort für viele spannende Wettkämpfe. Mehrere Kreis- und Bezirksmeister-schaften konnten an dieser Spielstätte errungen werden.

Die zweite Station war die wohl wichtigste in der Vereinsgeschichte: Das Gründungslokal.
Am 01. April 1912 wurde der Turnverein Eintracht Oppenhausen in der Wirtsstube Kaltersch gegründet. Die gesamte männliche Dorfjugend saß an diesem Montagabend dicht gedrängt in der Wirtsstube und wurde fast ausschließlich Mitglied im Verein. Das Amt des 1. Vereinsvorsitzenden übernahm der Dorflehrer Valentin Weckbacher. Die Vereinsziele wurden in der Gründungs-versammlung wie folgt festgehalten: „Der Verein erstrebt die körperliche Bildung und sittliche Kräftigung seiner Mitglieder durch geordneten Turn- und Spielbetrieb und Ausführen von Turnmärschen. Er pflegt vaterländische Gesinnung und Geselligkeit.“

Im Sommer und bei schönem Wetter wurde damals im Freien auf dem Turnplatz Sport getrieben. Die Chronik berichtet zur dritten Station, dass zum Jahreswechsel 1928/29 eine komplette sechsköpfige Turnerriege den Verein regelmäßig bei Wettkämpfen und Gauturnfesten vertrat. Diese jungen „Eintrachtler“ trainierten hier ihr Können am Reck und Barren. Der Straßenname „Am Turnplatz“ hält die Erinnerung hieran auch heute noch wach.

Anschließend machte der Umzug an der vierten Station in der Hubertusstraße Nummer 9 halt. Im Jahre 1909 zog der ehemalige Berufssoldat Fritz Deitenbach mit seiner Familie nach Oppenhausen und bewohnte dieses Haus viele Jahre. Fritz Deitenbach war bei der Gründungsversammlung 1912 „tonangebend“. Laut Chronik hatte er damals den Versammlungsvorsitz inne. Im Anschluss begleitete er lange Jahre das Amt des ersten Turnwartes und war auch von 1913-1914 erster Vorsitzender.

Die vorletzte Station war das 1923 eingeweihte Denkmal. Pfarrer Walter Kanzler hielt eine Ansprache zum Gedenken an die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege. Der 1. Vorsitzende legte im Namen aller Mitglieder einen Kranz zu Ehren nieder. Die Zeremonie wurde durch das Trompetenspiel von Heinz Ibald untermalt.

Die letzte Station an diesem Tag war die von Sabine Paffhausen und ihren Helfern herrlich geschmückte Niederkirchspielhalle. Die in Rot und Weiß festlich dekorierte Halle war bis auf den letzten Platz gefüllt. Alle Generationen waren gekommen, um dieses große Jubiläum zu feiern. Nach der Festrede des 1. Vorsitzenden folgten die Grußworte des Bürgermeisters der Stadt Boppard, Dr. Walter Bersch, der gleichzeitig auch Ehrenmitglied des SV Eintracht Oppenhausen ist.
Nach dem leckeren Mittagsimbiss in geselliger Runde klang dieser ganz besondere Jubiläumstag des SV Eintracht Oppenhausen langsam aus.

Vom 08.06. - 10.06.2012 veranstaltet der SV Eintracht sein jährliches Sportfest. Sport, Spiel und Geselligkeit werden an diesen Tagen auf dem Sportplatz und in der Niederkirchspielhalle im Mittelpunkt stehen.

Das große „EINTRACHTFEST“ fand am 16.06.2012 rund um den Backes in Oppenhausen statt. Es war ein Fest für Jung und Alt. Musik, Tanz, Akrobatik, Comedy und weitere Höhepunkte haben diesen Tag zu einem ganz besonderen in der Vereinsgeschichte werden lassen.